Aktuelles
15. Februar 2012
„Zeit ist Geld“-Denken macht nicht glücklich
„Menschen, die ständig an Geld denken, empfinden Stress und Ungeduld, sobald sie einmal nichts tun – auch in ihrer Freizeit. Sie können sich kaum mehr über einfache, kleine Dinge freuen“, meint der Forscher Sanford DeVoe von der Rotman School of Management in Toronto. Auch eine Versuchsreihe mit Studenten hat gezeigt, dass man an Zufriedenheit einbüßt, wenn man Zeit hauptsächlich an ihrem finanziellen Wert misst. Geld macht glücklich, wenn damit die Grundbedürfnisse gedeckt werden können. Das Wohlbefinden steigt durch Geld jedoch nicht mehr, wenn ein gewisser Wohlstand erreicht wurde.
10. Februar 2012:
Vitamin D-Mangel bei Senioren
Dass es in der Bevölkerung eine generelle Vitamin-D-Unterversorgung gibt, ist schon länger bekannt. Neueste Forschungen haben nun jedoch gezeigt, dass besonders ältere Menschen nicht mit dem Vitamin D aus Nahrung und Sonnenexposition auskommen. Daher ist eine zusätzliche Einnahme des Vitamin D z.B. in Form von Tabletten sehr empfehlenswert. Für Senioren ist eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung besonders bedeutend, da es bei einem Mangel vermehrt zu Brüchen und Stürzen kommen kann. Das Vitamin D ist weiters nicht nur für den Kalzium- und Knochenstoffwechsel, sondern auch für den Muskelaufbau wichtig.
3. Februar 2012:
Fitness-Training für das Gehirn
Gehirnforscher der Universität Bochum haben herausgefunden, dass Sozialkontakte das Gehirn in Schwung halten. Tests mit Mäusen ergaben, dass Kontakte zu anderen Mäusen und Bewegung die Nervenzellen besser kommunizieren lassen. Dies gilt auch für Menschen. Denn wer sich viel bewegt und unter Leute geht, der betreibt Fitness-Training für das Gehirn. Auch im Alter kann daher die Lernfähigkeit durch Bewegung und soziale Kontakte bestehen bleiben. Der Besuch eines Tanzkurses zum Beispiel macht demnach nicht nur Spaß, sondern kann sich, durch die körperliche Bewegung und den Kontakt zu anderen Personen, positiv auf die Lernfähigkeit auswirken.
25. Jänner 2012:
Zahl der Demenzkranken verdoppelt sich in Österreich bis 2050
Laut einer Studie der Allianz wird sich die Zahl der Demenzkranken im Zuge der höheren Lebenserwartung in Österreich von derzeit 120.000 auf 269.000 mehr als verdoppeln. Im Jahr 2050 werden mehr als 3 Millionen Österreicher älter als 60 Jahre alt sein - nahezu jeder zehnte Über-60-Jährige wird an Alzheimer erkranken. Auch die volkswirtschaftlichen Kosten der Krankheit sind beträchtlich: In Österreich liegt der Durchschnitt der Kosten pro Patient bei rund 1.000 bis 4.000 Euro pro Monat. Derzeit wird der Großteil der Demenzkranken noch zuhause von den eigenen Angehörigen gepflegt. Doch aufgrund der sinkenden Sozialleistungen und der steigenden Anforderungen im Beruf dürfte die Bereitschaft abnehmen die Pflege der Angehörigen dauerhaft selbst zu übernehmen.
Eine Heilung von Demenz ist bislang nicht möglich. Bei einer frühzeitigen Diagnose kann das Fortschreiten der Krankheit durch die Gabe von entsprechenden Antidementiva hinausgezögert werden. Auch geistige und gezielte sportliche Aktivitäten können präventiv wirken oder den Verlauf der Krankheit mildern.
18. Jänner 2012:
Fett ist sechster Geschmack
Die Zunge ist nicht nur für das Sprechen unverzichtbar, sondern auch für das Schmecken. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen verfügt sie neben süß, sauer, salzig, bitter und scharf noch über einen weiteren Geschmackssinn: Fett.
Ob die menschliche Zunge Fettiges als eigene Kategorie wahrnimmt, ist lt. Wissenschaftern der University of Washington von Person zu Person unterschiedlich. Die Anzahl der Rezeptoren, die jeder einzelne Mensch auf seiner Zunge hat, entscheidet darüber. Je mehr dieser Sinneszellen vorhanden sind, desto feinfühliger ist man.
12. Jänner 2012:
Neuer Impfstoff gegen Hepatitis C viel versprechend
Laut Weltgesundheitsorganisation sind weltweit etwa 170 Millionen Menschen von Hepatitis C betroffen. Die Entwicklung eines Impfstoffes wurde bisher durch die sich schnell ändernde Erscheinungsform erschwert. Nun konzentrieren sich Wissenschafter nicht auf das Äußere, sondern auf das Innere des Virus – mit Erfolg. Denn eine klinische Studie des neu entwickelten Impfstoffes gegen Hepatitis C zeigt laut Wissenschaftern der University of Oxford viel versprechende Ergebnisse.
Bei der Studie wurden Grippeviren mit dem genetischen Material von Hepatitis C verändert, um das Immunsystem dazu zu bringen das Virus anzugreifen. 41 gesunde Patienten erhielten den Impfstoff, der eine starke Immunreaktion hervorrief, welche rund ein Jahr lang anhielt und zu keinen stärkeren Nebenwirkungen führte.
2. Jänner 2012:
Heilpilze gegen Erkältungen und Atemwegserkrankungen
Im Winter sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem besonders anfällig für Erkältungen und grippale Infekte. Ein Erwachsener erkältet sich im Durchschnitt 2-4 Mal im Jahr, bei Kindern liegt die Zahl sogar noch höher. Heilpilze leisten hierbei seit Jahrtausenden stärkende, antibakterielle und antivirale Dienste zur Prävention und Therapie.
Um Krankheitserreger aus eigener Kraft zu bekämpfen, gibt es verschiedene Pilze, die die körpereigenen Abwehrkräfte steigern und auch Erkältungssymptome lindern können. Nach dem MykoTroph Institut für Ernährungs- und Pilzheilkunde ist eine Mischung aus den Pilzen Cordyceps (wirkt lungen- und nierenstärkend) und Reishi (für Atemwegserkrankungen) besonders wirksam.
Für eine Stärkung des Immunsystems gibt es jedoch auch einfache Maßnahmen wie z.B. regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, Stressvermeidung, Wechselduschen und eine gesunde, vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Besonders wichtig ist regelmäßiges Händewaschen.
21. Dezember 2011:
Österreicher bevorzugen den Hausarzt
Dreiviertel aller Österreicher haben einen Hausarzt. Bei den jüngeren Personen zwischen 15 und 29 Jahren nützen 70%, bei den über 65-jährigen nützen fast alle, nämlich 90%, die hausärztliche Behandlung. Dies ergab eine Umfrage des Büros für die Organisation angewandter Sozialforschung, die im Herbst 2011 durchgeführt wurde.
Wer keinen Hausarzt hat, geht seltener zum Arzt und kennt den Arzt nicht persönlich. Das bedeutet, dass mit dem Hausarzt überwiegend eine regelmäßige gesundheitliche Kontrolle und Betreuung gegeben ist. Trotzdem gibt es immer weniger Hausärzte und es fehlt an jungen angehenden Ärzten, die sich für die Allgemeinmedizin entscheiden. Mögliche Ursache: Österreich ist europaweit das einzige Land ohne universitär verankerte Ausbildung zum Allgemeinmediziner.
15. Dezember 2011:
Begeisterung steuert Hirnentwicklung
Unser Gehirn verändert sich das ganze Leben lang. Vor allem speziell dann, wenn die Motivation zum Lernen stimmt, vermehren und verbinden sich die grauen Zellen in jenen Regionen, die jeweils am meisten beansprucht werden. Diese These vertritt der Hirnforscher Gerald Hüther von der Universität Göttingen. "Es kommt immer darauf an, welche Bedeutung das Lernen für den Menschen hat - egal wie alt er ist", betont der Experte.
So ist zum Beispiel die Gehirnregion für die Daumensteuerung bei Jugendlichen in den vergangenen Jahren sprunghaft angewachsen. Der treibende Faktor für das Wachstum in diesen Regionen ist die Begeisterung, mit der Jugendliche über SMS kommunizieren. Genau dasselbe passiert, laut einer englischen Studie auch bei Taxifahrern. Schon seit Jahren weiß man, dass bei dieser Berufsgruppe der Hippocampus vergrößert ist - eine für das Gedächtnis und 3D-Bewegung zuständige Gehirnregion. Dieses Wachstum wurde aber nur beobachtet, wenn sich die Taxifahrer für ihren Beruf begeisterten. Was wiederum ein Hinweis für die Motivation beim Lernen ist.
Ein emotionaler Bezug zu Lerninhalten ist also ein wichtiger Faktor und könnte in allen Bereichen der Bildung neue Ansätze für erfolgreiches Lernen liefern.
7. Dezember 2011:
Langschläfer genetisch vorprogrammiert
Menschen, die gerne ausschlafen, haben jetzt eine gute Entschuldigung dafür. Laut Wissenschaftlern der University of Edinburgh und der Ludwig-Maximilians-Universität München ist diese Vorliebe nämlich teilweise genetisch bestimmt. Bei seinen Forschungen fand das Team rund um Studienleiter Jim Wilson heraus, dass Menschen die über das Gen ABCC9 verfügen, rund 30 Minuten mehr Schlaf pro Nacht brauchen. ABCC9 spielt bei der Messung der Energiewerte in den Zellen eine wichtige Rolle. Einer von fünf Europäern trägt dieses Gen in sich.
Die Wissenschaftler hoffen, dass damit ein neuer Ansatz für die Schlafforschung gefunden ist.
1. Dezember 2011:
Träume lindern schmerzvolle Erinnerungen
Wissenschaftler der University of California haben mit Scans untersucht, wie das Gehirn mit Erinnerungen an unangenehme oder traumatische Ereignisse während des Schlafes umgeht. Dabei fanden sie heraus, dass der sogenannte REM-Schlaf eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung von neueren Erinnerungen spielt.
Im Rahmen der Untersuchung wurden den Freiwilligen zunächst emotionale Bilder gezeigt. Einige Stunden später sahen sie die Bilder erneut. Wer geschlafen hatte, zeigte sich dabei gefühlsbetonter. Wer weniger schlief, verarbeitete die Bilder rationaler.
Durch das erneute Aufarbeiten von emotionalen Erfahrungen in der Nacht, verlieren die Ereignisse etwas von ihrer emotionalen Wirkung. Dadurch glaubt man, dass man besser damit umgehen kann.
24. November 2011:
Türen machen vergesslich
Wer kennt das nicht? Gerade noch wollte man etwas erledigen, doch kaum betritt man einen anderen Raum, weiß man nicht mehr was man gerade suchen oder tun wollte. US-Psychologen der Notre Dame Universität liefern nun eine Erklärung für dieses Phänomen. "Türen sind wie Grenzen, die unser Denken in Ereignisse untergliedern. Durchschreitet man sie, trennt unser Gehirn seine Aktivität in Episoden und räumt dabei auch Informationen weg. Deshalb ist es schwieriger, sich in einem anderen Raum zurückzuerinnern", sagt Studienleiter Gabriel Radvansky.
Teils lässt sich das Vergessen durch den „Kontexteffekt“ erklären. Was man in einem bestimmten Raum gelernt hat, kann auch dort viel besser abgerufen werden als in einem anderen Raum. Deshalb hilft es oft einfach zurückzugehen um sich das Vergessene wieder in Erinnerung zu rufen.
14. November 2011:
Geruchssinn wird im Alter ungenau
Neurowissenschaftler der University of Colorado fanden heraus, dass es dem menschlichen Gehirn im Alter immer schwerer fällt, zwischen einzelnen Gerüchen zu unterscheiden. Untersucht wurde jeweils, wie die für den Geruchssinn zuständigen Gehirnzellen auf Gerüche und deren Einzelbestandteile reagierten. "Bei jüngeren Menschen reagierten die Neuronen jeweils auf entweder den einen oder den anderen Bestandteil, bei älteren Menschen jedoch auf beide. Die genaue Bestimmung eines Geruchs wird für alte Menschen somit deutlich schwieriger", so Studienleiter Diego Restrepo.
Der Geruch einer Mahlzeit fließt mit in den Geschmack ein. Je schlechter dieser wahrgenommen wird, desto farbloser wird das Essen empfunden, erklärt der belgische Gerontologe Jean-Pierre Baeyens. Somit ist es nicht verwunderlich, dass man im Alter plötzlich viel mehr Zucker oder Salz verwendet, damit das Essen schmeckt. Für den Experten ist dies einer der wichtigsten Gründe, warum viele Senioren zu wenig essen.
7. November 2011:
Neues Seniorentelefon
Der Telekommunikationsanbieter Tele2 entwickelte ein besonders bedienfreundliches Telefon, das in Kombination mit speziellen Festnetztarifen optimal auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten ist. Im Rahmen der Wiener Seniorenmesse wurde es vergangenes Wochenende erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Das neue Festnetztelefon erleichtert älteren Menschen den Umgang mit dem Telefonieren: Mit extra großen Tasten, beleuchtetem Display und einer Freisprecheinrichtung ist das Telefon einfachst zu bedienen. Die Regelung der Lautstärke ist ganz schnell pro Tastendruck um bis zu 40 Dezibel mehr oder weniger möglich – zudem ist das Festnetztelefon mit Hörgeräten kompatibel. Durch den Zusatz eines tragbaren Alarmbandes sorgt das Telefon für zusätzliche Sicherheit: In einem Notfall wird durch Drücken des Alarmknopfes eine telefonische Verbindung zur Telefonnummer einer Vertrauensperson nach Wahl hergestellt, um über den Vorfall zu informieren. Abgerundet wird das Angebot durch günstige Senioren-Tarifpakete, die sich ebenso an den Bedürfnissen dieser Generation orientieren.